Karoline Makowitz
Gemeinderätin der Stadt Salzburg
Jugend und Kultur in Salzburg
11.02.2009, Karoline Makowitz
Rund um die Frage „Warum sollen Jugendliche in Salzburg, mit Interesse an Kultur, gerade Sie wählen?“ fand am 10.02.2009 in der ARGEKultur eine breite Diskussion rund um die Themen Kultur für Junge, Jugendbilder, Lebensqualität, Freiräume und „Mark“ statt.
Die Stadt Salzburg ist international als „Kulturstadt“ bekannt und anerkannt. Eine Vielfalt von Kunst- und Kulturschaffenden, mit hohem Engagement, Kreativität und Idealismus versuchen Salzburg im Ganzen als Kunst zu erleben und lebenswert zu machen. Doch vor allem Jugendliche und junge Künstler stoßen oft an ihre Grenze. Perspektivenlosigkeit und bürokratische Schikanen wurden in Statements genauso erwähnt, wie die fehlende finanzielle Unterstützung und der fehlende Dialog. Das Hauptproblem der Jugendlichen in Salzburg ist aber das Gefühl der Jugendfeindlichkeit. „Kinder und Jugendliche sind Lärmfaktoren und somit Störenfriede“, „Salzburg ist eine Festspielstadt, jedoch keine Jugendstadt“, „Salzburg lebt vom Image der Festspiele, es fehlt aber das Image der Jugendlichkeit und Lebendigkeit“. (Publikumsstatements) Die Forderung der ÖVP nach einer Studie zum Thema „Chancen und Hoffnung Jugendkultur Salzburg“, welche das Potential der jungen kreativen Salzburger und deren Chancen für die Zukunft aufzeigt, etwaige Problemfelder aufdeckt und Lösungen bietet, wird mit diesen Aussagen gestärkt. „Junge Leute brauchen das gelebte Image der Offenheit und sollen wieder einen Sinn sehen, in Salzburg zu leben. Gebt nicht auf und sucht euch den richten Partner für die Zusammenarbeit.“ (O-Ton Mag. (FH) Eva Weissenbachen, ÖVP Stadt Salzburg - Kultursprecherin)
Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Erhaltung von transparenten Förderkriterien und Weiterentwicklung des Salzburger Kulturleitbildes. Die Sicherstellung der Finanzierung von kulturellem Angebot muss auch in Zukunft gewährleistet sein. „Es muss genügend Budget für Kernkompetenzen und Innovation vorhanden sein“. (Weissenbacher)
Freiraumschaffung und Erschließung offener Räume für junge Künstler unter autonomer Organisation durch die Jugendlichen selbst, wurde von allen Beteiligten gefordert.
Abschließend hat sich gezeigt, dass das kulturelle Angebot für Jugendliche in der Stadt Salzburg leistbar sein muss. Die Forderung der ÖVP Stadt Salzburg in Kooperation mit der JVP Salzburg nach der Einführung eines Kultur- und Sport-Gutscheines ist aktueller denn je.
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