Josef Weiser
Gemeinderat der Stadt Salzburg
Zusagen an Jugend und Anrainer nicht eingehalten
Skater@Action Süd bleibt Baustelle!
26.11.2009, Josef Weiser
Die Vorgeschichte: Am 15. Juli 2008 eröffnet Bürgermeister Dr. Schaden den Skaterpark (Skater@Action) Süd mit großem medialen Aufwand. Die Anlage war zu diesem Zeitpunkt aber keineswegs fertig gestellt, weder war die Umzäunung fertig, noch waren die Obstacles voll benutzbar. Die Abklärungen mit dem Grundeigentümer sind auf halbem Weg stecken geblieben. Auf eine Information bzw. Einbeziehung der Anrainer wurde ganz verzichtet. Das Einzige was gezählt hat, war die billige und schnelle Schlagzeile für den wahlkämpfenden Bürgermeister!
Angesichts dieser Ignoranz ist es nicht verwunderlich, dass es prompt zu Beschwerden gekommen ist, welche bereits 2 Tage nach der Eröffnung zur Schließung des Skaterparks geführt hätten. Dabei kann es durchaus als Treppenwitz der Lokalgeschichte angesehen werden, dass die nach der 600.000,- Euro teuren SPÖ-Fun:hall-Pleite übrig gebliebenen Holzobstacles jetzt unter der Hellbrunner Brücke neuerlich für eine Lärmbelastung und folglich für Wirbel sorgten.
Zusagen des Bürgermeisters nach mehr als einem Jahr offen
Für mich sind diese Vorgänge symptomatisch für einen zunehmend abgehoben agierenden Bürgermeister, bei dem an Stelle einer gründlichen Planung und Vorbereitung immer mehr der Aktionismus und das Weiterwursteln in den Vordergrund treten. Noch im Sommer 2008 haben der Bürgermeister und sein Jugendkoordinator rasche Abhilfe versprochen und zugesagt, dass Skate@Action Süd so gestaltet wird, dass dieser von Jugendlichen voll genützt werden kann, ohne dass es wegen der Lärmbelästigung ständig zu Konflikten mit Anrainern kommt. Diese Zusage ist bis heute – also mehr als ein Jahr später (!) – nicht eingehalten worden. Es fehlt immer noch die versprochene Lärmschutzwand, von sonstigen Zusagen ganz zu schweigen!
Die Leidtragenden sind die Jugendlichen, die eine seit langem versprochene und bereits eröffnete Anlage nicht einmal annähernd voll nützen können. Die Leidtragenden sind auch die Anrainer, die vor mehr oder weniger vollendete Tatsachen gestellt wurden. So kann erfolgreiche Kommunalpolitik nicht funktionieren. Daher bringe ich einige Anfragen an den Bürgermeister ein.
Ich hoffe, dass dies dazu beiträgt, dass der Bürgermeister sich endlich um die Sache Skater@Action kümmert und nicht bloß Projekte halbherzig anfängt und sich bei selbst verschuldeter Eskalation gleich wieder davon distanziert, als hätte man ihm eine heiße Kartoffel in die Hand gedrückt!
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