Marlene Wörndl
Gemeinderätin der Stadt Salzburg

Wohnungen als „Auffangnetz“ für Frauen in Not

23.07.2009, Marlene Wörndl

Sommerfest im Dienste der guten Sache - damit Frauen in Ausnahmesituationen ihr Leben in Ruhe wieder in den Griff bekommen können.

Geboren wurde die Idee bereits vor einiger Zeit: Weil Stadträtin Claudia Schmidt, damals noch ÖVP-Klubobfrau, im Wohnungsausschuss der Stadtgemeinde Salzburg immer wieder mit Frauen zu tun hatte, die dringend ein Dach über dem Kopf gebraucht hätten, dieses aber aus formalen Gründen nicht zugesprochen bekommen konnten, suchte sie gemeinsam mit dem Wohnungsamt nach einer Lösung, um für Frauen in Notsituationen ein Auffangnetz zu stricken. Ergebnis: Die Schaffung von Übergangswohnungen, die Frauen in Ausnahmesituationen die nötige Zeit geben soll, um ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

Jetzt steht die Idee kurz vor ihrer Verwirklichung: Bereits im Herbst soll ein Amtsbericht des Wohnungsamtes auslaufen, der die Schaffung von fünf solchen Übergangswohnungen vorschlägt. Gemietet werden die Wohnungen von der Stadt, für die Einrichtung schießt das Land Salzburg 13.000 € zu. Die Wohnungen sollen vor allem Frauen zur Verfügung stehen, die sonst durch das soziale Netz fallen würden. Das betrifft etwa verheiratete Frauen mit Kindern, die von ihrem Ehemann geschlagen werden, für die aber aus verschiedenen Gründen (z.B. Dienstwohnung des Gatten) kurzfristig keine andere Lösung gefunden werden kann. Der Umzug in die Übergangswohnungen gibt den Frauen die Möglichkeit, ihr Leben in Ruhe und in den eigenen vier Wänden wieder in den Griff zu bekommen. Im Regelfall sollen den Frauen die Wohnungen zumindest drei Monate zur Verfügung stehen.

Sommerfest von Salzburgern in Wien bringt 1.500 €

Ich bin von der Notwendigkeit der Einrichtung fest überzeugt. Erst kürzlich veranstaltete ich mit dem „Club Salzburg“, einem Verein der Salzburger „Zuagrasten“ in Wien, ein Sommerfest mit großer Tombola: Der Erlös von 1.500 Euro soll für Handtücher, Pflanzen und andere Accessoires in den Wohnungen verwendet werden. Die 1.500 Euro sind nur ein kleiner erster Schritt, aber sie sollen einfach helfen, die Wohnungen wohnlicher zu machen.

Für mich steht fest: Das war sicher nicht meine letzte Aktion für diese Wohnungen!


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